Agrarhandels-Konflikt zwischen EU und Polen verschärft sich

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Zwischen der EU und Polen verschärften sich die Konflikte im Agrarhandel. Die EU fordert einen Abbau von Einfuhrzöllen, insbesondere für Weizen, Malz, Raps und Schweinefleisch, die Polen in den vergangenen Monaten erhöht hatte. Die EU sieht darin einen Verstoß gegen das Europaabkommen, nach dessen Abschluss eine Zollerhöhung ausgeschlossen worden war. Als Zugeständnis wäre die EU bereit, für diese Produkte auf Ausfuhrerstattungen zu verzichten, wenn Polen den Zoll dafür vollständig streicht. Bei Verhandlungen am Dienstag in Warschau lehnte Polen aber jeglichen Zollabbau ab. Die Regierung sieht sich gegenüber der eigenen Landwirtschaft im Wort, die sich gegen die Konkurrenz aus der EU schützen möchte. Außerdem ist Polen an hohen Inlandspreisen interessiert, um bessere Argumente für Direktzahlungen aus dem EU-Budget nach einem Beitritt in der Hand zu haben. (Mö)
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