Agrarkongress: BMELV intensiviert Exportförderung

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Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) will die finanziellen Mittel für den Ressorthaushalt 2010 aufstocken. Das Geld soll in die Exportförderung fließen, sagte heute Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im BMELV während des Deutschen Agrarkongresses in Wiesbaden. Das Ministerium wolle einen Bruchteil der Aufgaben der früheren Centralen Marketing-Gesellschaft (CMA) der deutschen Agrarwirtschaft übernehmen, kündigte Heinen an. Gleichzeitig stellte sie aber klar, dass die deutsche Wirtschaft die zentralen Aufgaben der Exportförderung übernehmen muss. Prof. Achim Spiller von der Universität Göttingen will vor allem, dass mittelständische Unternehmen in den Genuss von Exportförderungen kommen. Große Unternehmen müssen diesen Bereich selbst übernehmen. Der Wissenschaftler sieht eine Neugründung einer Vermarktungsorganisation in der bisherigen Form skeptisch. Hier gäbe es zu viele Interessenskonflikte. Spiller sprach sich in Wiesbaden dafür aus, mehr innovative kleinere Einheiten für die Werbung der deutschen Agrarwirtschaft zu gründen. "Nehmen Sie mehr Geld in die Hand, um den internationalen Auftritt zu fördern", forderte Spiller die Agrarkongress-Teilnehmer auf. (da)
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