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Der Quantensprung, den die Agrarmärkte 2007 gemacht haben, wird nach Einschätzung der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) auch im Jahr 2008 Bestand haben. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und Rohstoffen werde auch weiterhin schneller zunehmen als die Weltagrarproduktion. Der Preistrend für Agrarrohstoffe dürfte 2008 infolge wachsender Nachfrage insgesamt nach oben zeigen, hieß es heute in Berlin bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Die Agrarmärkte würden 2008 allerdings auch im Zeichen einer starken Volatilität stehen. Schon geringe Angebotsausschläge könnten die Preise stark fallen oder steigen lassen. Einer der Gründe sei, dass sich die Preise der Energie- und Agrarmärkte immer mehr verzahnten. Der Kursauftrieb werde auch die Verbraucherpreise erfassen. „Die Zeiten unterproportionaler Preissteigerungen bei den Lebensmitteln gehören wahrscheinlich der Vergangenheit an“, erklärte Paul Michels von der ZMP-Marktforschung. Die Inflationswirkung sei allerdings begrenzt, da der Anteil der Lebensmittelausgaben an den gesamten Konsumausgaben gering sei. (gk)

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