Agrarmarkt kein Hindernis für Chinas WTO-Beitritt

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Die EU sollte so schnell wie möglich ein Abkommen mit China schließen, um dem Land den Weg in die WTO frei zu machen. Dies erklärte EU-Handelkommissar Pascal Lamy am Rande des Ministerrates für allgemeine Angelegenheiten in Luxemburg am Montag. Allerdings habe dabei die Substanz Vorrang vor der Geschwindigkeit. Die EU will vor allem das Recht bekommen, bei Joint Ventures im Telekommunikations- und Versicherungssektor einen Anteil von mehr als 49 Prozent zu erwerben. Außerdem soll China die Zölle für Kraftfahrzeuge stärker senken. Nachdem sich Lamy von den EU-Außenministern in Luxemburg volle Rückendeckung für seine Verhandlungsposition holte, hofft er nun bei den kommenden Treffen mit China flexibler auftreten zu können. Allerdings müsse auch die andere Seite mehr Offenheit an den Tag legen, um zu einer Lösung zu kommen. Im Agrarsektor braucht die EU nicht mehr selbst zu verhandeln, sondern kann sich an das Ergebnis der USA mit China dranhängen. Bessere Absatzmöglichkeiten auf dem chinesischen Markt versprechen sich europäische Händler vor allem für Pflanzenöle, Braugerste und Malz. (Mö)
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