Agrarminister befürworten Senkung des Steuersatzes bei Agrardiesel

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Eine kurzfristige deutliche Senkung des Steuersatzes bei Agrardiesel wollen die Agrarminister der Bundesländer der Bundesregierung vorschlagen. Das haben sie auf ihrer turnusmäßigen Konferenz Ende vergangener Woche in Regensburg beschlossen, informiert das Schweriner Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei in Mecklenburg-Vorpommern. Die daraus resultierenden Steuereinnahmen dürften aber nicht aus dem Agrarhaushalt gedeckt werden, unterstrich Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Für Steuersenkungen hat sich auch der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn, ausgesprochen. Der Steuersatz solle auf den Heizölsteuersatz von 12 Pfennig pro Liter gesenkt werden, lautet die Forderung, um die Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU auszugleichen. Nach Informationen des DBV wurde der Steuersatz in Frankreich rückwirkend von 16 auf 11 Pfennig gesenkt, in Großbritannien liegt er bei 10 Pfennig, in den Niederlanden bei 12 Pfennig und in Italien bei 23 Pfennig. In Dänemark seien die Landwirte sogar vollständig von der Mineralölsteuer befreit. Deutsche Landwirte hingegen müssten derzeit 44 Pfennig pro Liter Diesel an Steuern bezahlen und ab kommendem Jahr 57 Pfennig. (AW)
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