Wenige Tage vor der am Mittwoch beginnenden Agrarministerkonferenz positionieren sich die Agrarminister der Länder erneut zur EU-Agrarreform. Sachsen will sich für Übergangsregelungen für Landwirte stark machen. Neben einer gerechten Fortführung der Direktzahlungen sei vor allem die kontinuierliche Fortsetzung von Agrarumweltmaßnahmen auch über das Ende der EU-Förderperiode nach 2013 erforderlich, fordert der sächsische Agrarminister Frank Kupfer im Vorfeld des Treffens. Sachsen werde den Agrarministern von Bund und Ländern auf der Agrarministerkonferenz in Jena dazu einen Beschlussvorschlag unterbreiten. „Diese freiwilligen Maßnahmen der Landwirte helfen uns beim Schutz von Klima, Wasser und Boden genauso wie beim Erhalt der biologischen Vielfalt", so Kupfer weiter.

Von Mittwoch bis Freitag findet in Jena die Agrarministerkonferenz statt, deren Vorsitz Thüringens Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz inne hat. Zu den wesentlichen Themen zählen die Gemeinsame Agrarpolitik der EU nach 2013, die EU-Vorschläge für den Milchsektor, Spekulationen auf den Agrarrohstoffmärkten, die Eindämmung des Flächenverbrauchs, Emissionshöchstwerte für Ammoniak, die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und der Lagebericht des Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) zu Dioxin. Des Weiteren wollen die Minister hinsichtlich Überwachungsmaßnahmen für Lebensmittelimporte aus Japan und angrenzenden Regionen beraten. (sta)
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