Agrarminister melden nationale Befindlichkeiten an


Von einer gemeinsamen Position zur Agrarreform sind die EU-Mitgliedstaaten noch weit entfernt.

Die Minister nutzten den letzten Agrarrat unter zyprischer Präsidentschaft, um auf ihre nationale Anliegen aufmerksam zu machen. Ein weites Spektrum an Forderungen wurde am Mittwoch in Brüssel eröffnet.

Italien sprach sich für eine Herkunftskennzeichnung für alle Erzeugnisse aus. Tschechien möchte zukünftig seine Direktzahlungen an die Produktion koppeln. Portugal fordert eine Verlängerung der Milchquoten und die Niederländer warnten vor einer Rückkehr zum alten Interventionssystem.

Relativ einig sind sich die EU-Mitgliedstaaten dagegen, das Kommissionskonzept für die Begrünung der Direktzahlungen einzuschränken. Die EU-Mitgliedstaaten fordern mehr nationalen Spielraum für das „Greening“ und weniger Bürokratie.

Simon Coveney, der kommende irische Ratspräsident, will sich um einen Reformbeschluss bis Juni bemühen. Großbritannien und Dänemark sprachen im Agrarrat Übergangsregeln für die GAP an, da nach ihrer Auffassung die Reform kaum pünktlich am 1.1.2014 in Kraft treten wird. (Mö)
stats