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Die Landwirtschaftsminister der Bundesländer warten auf das versprochene Geld aus dem EU-Konjunkturprogramm. Auf der morgen in Magdeburg beginnenden Agrarministerkonferenz wollen sie die 90 Mio. € verteilen, die Agrarministerin Ilse Aigner Anfang der Woche aus Brüssel mitgebracht hat. Über die Verwendung haben die Länder das letzte Wort. Die Mittel sollen laut EU-Kommission nicht nur den Milcherzeugern zu Gute kommen, sondern auch für Programme zu Erneuerbaren Energien und Wasserschutz, den so genannten „neuen Herausforderungen“, sowie für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum dienen. Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer sagte gestern: „Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass Sachsens Bauern möglichst stark von dem Programm profitieren." Dabei gehe es ihm vor allem darum, die Milcherzeuger für die Zeit nach der Milchquote ab 2015 vorzubereiten und wettbewerbsfähig zu machen. Auch der Deutsche Bauernverband forderte im Vorfeld der Agrarministerkonferenz die Gelder für Milchbegleitmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Themen der Agrarministerkonferenz sind unter anderem die Besteuerung von Agrardiesel, der Anbau von gentechnisch verändertem (GV-)Mais sowie die Zukunft des Agrarmarketings. (sta)

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