Die Pläne der EU-Kommission zur Agrarreform nach 2013 entzweien die Agrarminister von Bund und Ländern. Deshalb kommen sie heute zu einer kleinen Agrarministerkonferenz in Berlin zusammen. Bundesagrarministerin Ilse Aigner will bei dem Treffen am späten Nachmittag eine einheitliche deutsche Position zu den Vorschlägen aus Brüssel ausloten. Das dürfte schwierig werden, zumal die Länderagrarminister die Pläne für die Agrarreform sehr unterschiedlich bewerten. Die ostdeutschen Minister wehren sich einhellig gegen die Obergrenzen für Großbetriebe. Die Reaktionen auf den Plan Direktzahlungen an Umweltleistungen zu binden, zeigen die Unstimmigkeiten besonders. So gehören Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen ganz klar zu den Befürwortern dieser Initiative. Moderat äußern sich Schleswig-Holstein und Bayern. Hessen und Thüringen lehnen hingegen das so genannte Greening ab. (sta)
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