Agrarminister wollen Zuckerimporte begrenzen

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Eine Reihe von EU-Mitgliedstaaten verteidigten im EU-Agrarministerrat am Montag in Luxemburg die heimische Zuckererzeugung gegen zunehmende Importe. Nach einem WTO-Abschluss dürfe der Einfuhrpreis für Zucker nicht ins Bodenlose sinken, warnten die Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Österreichs, Polens, Belgiens und Litauens. Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel hatte im Ministerrat für die kürzlich in Genf ausgehandelte Vereinbarung über „sensible Produkte“ geworben. Die Mitgliedstaaten werfen der Kommission vor, sie weiche den Außenschutz für Zucker und Reis auf, um tierische Produkte besser schützen zu können. Besonders Frankreich bleibt skeptisch. Der französische Agrarminister Michel Barnier brachte „ein schlechtes Ergebnis in der Doha-Runde“ in Zusammenhang mit der Debatte um Hungerrevolten. Fehlender Außenschutz in Entwicklungs- und Industrieländern schwächte die Versorgung mit Nahrungsmitteln, behauptet Barnier. Auf dem Agrarrat im Mai wollen die Minister das Thema „Nahrungsversorung“ vertiefen. (Mö)
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