Agrarminister wollen Übergangsfrist für Zuckerquoten

Die Agrarminister von Bund und Ländern in Deutschland sprechen sich gegen ein abruptes Ende der Zuckermarktordnung der EU aus. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Rübenlandwirte in Deutschand und in der EU brauchten Planungssicherheit. Deshalb plädiert die Agrarministerkonferenz (AMK) für einen "sanften Ausstieg" aus der Zuckermarktordnung in der EU. Nach den Vorschlägen der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 soll die Zuckermarktordnung in der EU bereits im Jahr 2015 auslaufen. Gegen diese Pläne wehren sich die deutschen Agrarminister in den Bundesländern.

Für die kommenden Verhandlungen über die GAP geben sie Bundesagrarministerin Ilse Aigner auf den Weg, sich für eine Übergangsfrist einzusetzen. Gerade hätte die Zuckerwirtschaft die tiefgreifende Strukturanpassung nach der Reform der Zuckermarktordnung im Jahr 2005 überstanden. Nun dürfte dieser Prozess nicht gefährdet werden. Nach dem Willen der Agrarminister soll die Abschaffung der Quotenregelung deshalb in einem angemessenen Zeitrahmen und Übergangsprozess umgesetzt werden. Sie sprechen von einem "Soft Landing", wie es bei der Abschaffung der Milchquote beschlossen worden war. (da)
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