Agrarministerium in Kiel offen

Nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein ist die Besetzung des Agrarministeriums ungewiss. Über eine Regierungskoalition wird noch verhandelt. Nach dem knappen Wahlausgang am Sonntag erheben die beiden Spitzenkandidaten von CDU und SPD in Schleswig-Holstein den Anspruch, die Regierung zu bilden. Die SPD favorisiert ein Bündnis mit den Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW). Diese Koalition wäre mit einer Stimme mehrheitsfähig im Landtag. Die CDU will ebenfalls mit allen Parteien Koalition verhandeln.

Damit ist ungewiss, welche Partei das Ressort Agrar und Umwelt übernehmen wird. Die bisherige Amtsinhaberin Juliane Rumpf (CDU) hat vor der Wahl signalisiert, dass sie weiter Agrarministerin bleiben will. SPD und Grüne hatten im Wahlkampf stark auf die Themen Umweltschutz und Energiewende gesetzt. Die Grünen verlangen eine gesetzliche Beschränkung des Maisanbaus in Schleswig-Holstein.

Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis siegte die CDU in Schleswig-Holstein mit ihrem Spitzenkandidaten Jost de Jager mit 30,8 Prozent. Die SPD von Torsten Albig kam mit 30,4 Prozent auf den zweiten Platz. Es folgen die Grünen mit 13,2 Prozent, die FDP erreichte gleichauf mit der Piratenpartei 8,2 Prozent. (da)
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