Agrarökonomen erwarten höhere Getreideimporte

Bioenergie übt einen großen Einfluss auf die Agrarbranche in Deutschland aus. Die Einfuhr von Ölsaaten und Getreide als Rohstoffe für die Produktion von Biotreibstoffen nimmt zu. Der Ausbau der erneuerbaren Energien wirkt sich auf die Entwicklung der Landwirtschaft in Deutschland aus. Dies gilt sowohl für den Agrarhandel als auch für die Anbaustrukturen und die Umweltwirkungen der Landwirtschaft. Zu diesem Schluss kommen Agrarökonomen des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Braunschweig. Sie stellten in dieser Woche ihre neue Studie vTI-Baseline 2011-2021 vor. Darin stellen die Ökonomen Projektionen von zu  erwartenden Entwicklungen im deutschen Agrarsektor vor. Diese zeigen, dass das Handelsdefizit der EU bei Agrarprodukten weiter steigen wird. Grund dafür seien zunehmende Importe von Getreide und Ölsaaten als Rohstoffe für Biotreibstoffe.

Auch für den Milchmarkt haben die Ökonomen Modellanalysen erstellt. Danach wird die Milcherzeugung bis zum Jahr 2021 bei weitgehend stabilen Preisen nach dem Wegfall der Milchquoten um rund 7 Prozent erhöht. Wie schon in der Vergangenheit werde sich die Milchproduktion stärker auf die günstigen Grünlandstandorte konzentrieren. (da)
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