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Einzelheiten aus dem Konzept der EU-Kommission zum Health Check werden bekannt. So soll künftig nur noch Weizen interveniert werden. Der Interventionspreis von Getreide soll in den kommenden Jahren keine Richtschnur mehr für den Marktpreis sein. Allenfalls als Notnagel in Zeiten extrem niedriger Getreidepreise betrachtet die Kommission das Zentrum der bisherigen EU-Getreidemarktordnung. In ihrem Papier zum "Health Check" regt die Kommission an, die Gerstenintervention in heutiger Form abzuschaffen. Stattdessen soll es nur noch für Weizen die Möglichkeit zur Intervention geben. Werde der Weizen als "Leitgetreide" in Notfällen gestützt, profitierten davon auch andere Getreidearten, argumentiert die Kommission.

Auf jeden Fall möchte die Kommission dauerhafte Interventionsbestände, die nur noch subventioniert auf dem Weltmarkt entsorgt werden können, vermeiden. Ob für die Notfallintervention von Weizen der garantierte Preis von heute 101 €/t noch abgesenkt werden muss, führt die Kommission in ihrem Papier nicht aus. Die Gerstenintervention soll nach dem Maismodell auf null gesetzt werden. Das bedeutet nicht unbedingt eine Abschaffung, weil im Krisenfall Notaufkäufe von Mais oder Gerste vom Ministerrat immer noch beschlossen werden können. Über die weiteren Pläne informiert die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer aktuellen Ausgabe. (Mö)

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