Agrarprotektionismus ist Hauptstreitpunkt

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Die Vertreter der WTO-Mitgliedstaaten haben am Dienstag in Genf ihre Vorbereitungen für den Auftakt der kommenden Runde in Seattle beendet. Erwartungsgemäß konnten sie sich nur auf einen sehr allgemein gehaltenen Text einigen, weshalb viele von einem Scheitern der Vorbereitungen sprechen. Besonders die Vorstellungen über die Liberalisierung des Agrarhandels gehen weit auseinander. Die EU möchte allenfalls über eine langsame und schrittweise Reduzierung der Stützungen sprechen. Die großen Agrarexporteure der Welt, die sich in der Cairns-Gruppe zusammengeschlossen haben, bestehen dagegen auf einer vollständigen Beendigung des Agrarprotektionismus noch in der kommenden WTO-Runde. Die Eröffnung der Runde vom 30. November bis 4. Dezember in Seattle steht also unter dem Zeichen der Uneinigkeit. (Mö)
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