Agrarsektor schwächt Glencore

Der Handelskonzern Glencore klagt über schwache Margen im Agrargeschäft. Mit anderen Rohstoffen ist das Unternehmen erfolgreicher. Es weist für 2011 einen Gesamtumsatz von 186 Mrd. US-$ aus. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg etwa zwei Drittel. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) ist 2011 mit 5,4 Mrd. US-$ jedoch nur 2 Prozent höher als im Vorjahr. Glencore nennt als Grund schwache Margen im Agrarhandel und in der Agrarverarbeitung. Besonders enttäuschend haben sich die Ölmühlen entwickelt. Zusätzlich hat die Biodieselverarbeitung Verluste gebracht. Für 2012 stellt Glencore Konsolidierungen in Aussicht und rechnet insgesamt im Rohstoffhandel mit weiterem Wachstum.

Für den Agrarsektor weist Glencore einen Umsatz von 17,1 Mrd. US-$ aus, von dem rund 13,7 Mrd. US-$ aus dem Handel und 3,4 Mrd. US-$ aus der Verarbeitung stammen. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt um etwa zwei Drittel gestiegen, das Ebit in diesem Sektor jedoch negativ. Glencore hatte bereits im März 2011 die Aktivitäten seiner Mehrheitsbeteiligung Biopetrol heruntergefahren und das Biodieselwerk in Schwarzheide geschlossen. Glencore ist seit Mai 2011 an den Aktienbörsen in London und Hongkong notiert. (db)
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