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Hochschulabsolventen aus den Agrar- und Ernährungswissenschaften schaffen es vergleichsweise gut, ins Berufsleben einzusteigen. Laut einer Studie des Hochschul Informations System (HIS) gehen 83 Prozent der Fachhochschulabsolventen sowie 82 Prozent der Universitätsabsolventen aus den Agrar- und Ernährungswissenschaften fünf Jahre nach ihrem Abschluss einer regulären Erwerbstätigkeit nach. Sie liegen damit zwar niedriger als die Mathematik-, Natur- und Technikwissenschaftler, aber deutlich besser als Architekten, Biologen und Hochschulabgänger aus dem Sozialwesen.

In der Umfrage hat HIS Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen und verschiedener Jahrgänge nach ihren ersten fünf Berufsjahren befragt. Der Anteil an Selbstständigen ist mit rund 15 Prozent bei den Agrar- und Ernährungswissenschaften besonders hoch. Lediglich Architekten, Psychologen und Juristen sind häufiger freiberuflich tätig. Ein Drittel der Agrarabsolventen von Universitäten hat fünf Jahre nach dem Studium eine leitende Position übernommen. Das ist viel, denn im Durchschnitt aller Fachrichtungen sind es nur ein Viertel. Beim Einkommen liegt der Agrarnachwuchs unter den durchschnittlichen Einstiegsgehältern. Im Mittel verdienen Agrarabsolventen von Universitäten nach der Studie 38.200 € pro Jahr, im Mittel aller Fachrichtungen sind es 42.300 €.

Aufgeschlüsselt nach Fachrichtungen liefert die Studie außerdem umfangreiche Informationen über die Zufriedenheit im ersten Job, das Weiterbildungsverhalten sowie die Bereitschaft zum Stellenwechsel. Die vollständige Studie gibt es kostenlos als Download beim HIS im Internet. (sta)

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