Agrartechnik bleibt gefragt

Europas Landmaschinenindustrie ist optimistisch. Die Branche erwartet auch für 2012 ein Umsatzplus. „Die Auftragseingänge der Unternehmen sind bis Ende 2011 kontinuierlich angewachsen", so Ralf Wezel, Generalsekretär des europäischen Dachverbandes der Landtechnikindustrie (Cema) in Brüssel. Das Geschäftsklima der Branche, welches im Rahmen einer repräsentativen Befragung monatlich erhoben wird, habe sich in den vergangenen zwei Monaten weiter verbessert. Die Hersteller profitierten dabei von einer „nachhaltigen Boomphase": Fast jeder zweite Top-Manager der Branche prognostiziert den Angaben zufolge daher ein anhaltendes Umsatzwachstum in den kommenden sechs Monaten; lediglich 13 Prozent seien mit der gegenwärtigen Geschäftssituation unzufrieden.

Vorläufige Schätzungen gehen laut Cema für 2011 von einem Anstieg des Umsatzvolumens der europäischen Landtechnikindustrie um 20 Prozent auf 26 Mrd. € aus. Erfreulich verliefen die Geschäfte vor allem in Osteuropa, zum Beispiel in Russland oder der Ukraine. Cema rechnet damit, dass sich die Geschäfte in Osteuropa 2012 weiter erholen. Auf den westeuropäischen Traditionsmärkten sei für die 2. Jahreshälfte 2012 hingegen von einer etwas geringeren Nachfrage auszugehen, insbesondere in Deutschland und Frankreich. Insgesamt erwartet der Dachverband für 2012, dass der Umsatz der europäischen Landtechnikhersteller gegenüber dem vergangenen Jahr um 5 Prozent zulegt. (Sz)
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