Südostwärts

Agravis baut an der Donau

Agravis zeigt im Südosten Flagge
-- , Foto: Agravis
Agravis zeigt im Südosten Flagge

Für den 17. Dezember 2014 ist im Industriegebiet Straubing-Sand der Spatenstich geplant. Dann sollen die Bauarbeiten für ein neues Futtermittelwerk der DoFu Donaufutter GmbH beginnen. Die Tochtergesellschaft der Agravis Raiffeisen AG mit Sitz in Münster und Hannover will spätestens ab Anfang 2016 auf dem 20.000 Quadratmeter großen Gelände Spezialfuttermittel herstellen, kündigte Agravis-Vorstand Dirk Bensmann am Dienstag auf der Eurotier in Hannover an.

Ausbau der bestehenden Geschäfts

In dem neuen Werk am Straubinger Hafen sollen jährlich 30.000 t Mineralfutter, Ergänzer und Eiweißkonzentrate hergestellt werden. Agravis startet nach Angaben von Bensmann mit zehn Mitarbeitern. Die Investitionen beziffert das Vorstandsmitglied auf rund 10 Mio. €. Nach seinen Worten stärkt Agravis mit dem Neubau das bestehende Geschäft in Süddeutschland. Bislang verkaufen die Agravis-Tochter- und Beteiligungsgesellschaften Höveler und Hamburger Leistungsfutter GmbH (HL) südlich des Mains Spezialfutter an die Landwirte. Mit einem eigenen Werk ergeben sich nach der Aussage von Bensmann Einsparungen bei der Logistik. Hinzu kommen aber auch Wachstumsperspektiven. Agravis hat hier Österreich und Tschechien im Blick.

Bewegung in Süddeutschland

Agravis wollte den Bau ursprünglich bereits im Sommer beginnen, der Start hat sich aber verzögert. „Die vorläufige Baugenehmigung liegt uns seit wenigen Tagen vor“, berichtete Bensmann in Hannover. Der Futtermittelmarkt im Süden ist auch aus anderer Richtung in Bewegung. Vor wenigen Tagen hat die Baywa AG, München, angekündigt, dass sie die Kraftfutterwerke der RKW Süd GmbH an den Futtermittelhersteller Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co.KG (DTC), Düsseldorf, abgibt. Verkauft werden die Betriebsstätten in Regensburg und Heilbronn. (db)
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