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Das Handelsunternehmen Agravis Raiffeisen AG, Hannover und Münster, dehnt sein Agrargeschäft nach Mecklenburg-Vorpommern aus. Damit ist die Hauptgenossenschaft künftig in der ganzen Nordhälfte Deutschlands von der niederländischen bis zur polnischen Grenze vertreten. Die bereits dicht mit Agrarhändlern besetzte Region Mecklenburg-Vorpommern bekommt mit Agravis einen weiteren Wettbewerber. Innerhalb der kommenden 2 Jahre will das Unternehmen ein dichtes Vertriebsnetz aufbauen, kündigte Agravis-Vorstand Nikolaus von Veltheim heute in Demmin bei der offiziellen Vorstellung vor Landwirten an. Ab sofort betreuen vier Außendienstmitarbeiter die Region. „Wir wollen direkt mit den Großbetrieben ins Geschäft kommen“, so von Veltheim. Er sei sicher, dass auf Dauer ein Teil der Getreide- und Ölsaatenernte aus dem Bundesland über Agravis verkauft würde. Außerdem will Agravis Pflanzenbauberatung anbieten.

Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl begrüßte bei der Veranstaltung den neuen Wettbewerber. Er appellierte an das Unternehmen, ein fairer Partner der Landwirte zu sein. „Die Ware, die Sie von uns bekommen, sollten Sie pünktlich zahlen“, sagte er. Die Region könne Mengen wie Qualitäten liefern und brauche Handelspartner, auf die sie langfristig bauen könne. Die anwesenden Landwirte zeigten sich abwartend. (sta)

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