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Die Agravis Raiffeisen AG, Münster und Hannover, erzielte im vergangenen Jahr 3,92 Mrd. € Umsatz und steigerte ihre Erlöse damit um 8 Prozent (2005: 3,63 Mrd. €). Im gleichen Zeitraum ist das Ergebnis vor Steuern von 13,0 auf 14,3 Mio. € gewachsen. "Wir sind mit dem Geschäftsverlauf 2006 zufrieden", erläuterte Agravis-Vorstandschef Dr. Clemens Große Frie heute während der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in Hannover. Das Ergebnis ermögliche es, der Hauptversammlung am 31. Mai eine Dividende für das Jahr 2006 vorzuschlagen.

Agravis gliedert seine Umsätze in sechs Geschäftsfelder. Unter "Pflanzen" fasst das genossenschaftliche Unternehmen neben dem Handel mit Getreide und Ölsaaten die über Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel erzielten Einnahmen zusammen. Insgesamt brachte dieses Geschäftsfeld im vergangenen Jahr 970 (2005: 910) Mio. € Umsatz. Wie sich die Umsätze innerhalb der einzelnen Geschäftsfelder verteilen, gibt Agravis nicht bekannt. Das Geschäft mit Getreide und Ölsaaten sei entsprechend der Ernte gelaufen, teilte das Management mit: Agravis habe 2006 weniger Getreide als im Jahr zuvor gehandelt und bei Ölsaaten sowohl Absatz wie Umsatz gesteigert. "Schwierig und durch hohe Rohstoffkosten geprägt" war nach Angaben des Unternehmens das Segment Futtermittel (Geschäftsfeld "Tier"): Agravis hat deshalb speziell in der 1. Jahreshälfte 2006 auf einzelne Geschäfte verzichtet und Abnehmer im genossenschaftlichen Verbund vorrangig bedient. Die Umsätze seien mit 700 (690) Mio. € aber "weitestgehend stabil geblieben". Der Technikbereich hat sich laut Große Frie "nach erfolgreicher Sanierung erfreulich entwickelt und wir konnten 2006 bei 510 Millionen Euro Umsatz ein deutlich positives Ergebnis schreiben". Insbesondere im Neumaschinengeschäft habe Agravis überproportional zugelegt. (hol)

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