Regional sind die Auswinterungsschäden an Weizen und jetzt auch Gerste sehr hoch. Die Agravis Raiffeisen AG hat am Montag ihre Einschätzung aktualisiert. Am stärksten betroffen sind nach Beobachtungen von Agravis-Pflanzenbauexperte Franz Schulze Eilfing Regionen in Brandenburg, Sachsen und Vorpommern sowie Südniedersachsen und Ostwestfalen. Er geht jetzt in einzelnen Regionen von Auswinterungsschäden von bis zu 40 Prozent bei Winterweizen und Wintergerste aus. Im Münsterland sind nach seinen Angaben etwa 15 bis 20 Prozent des Winterweizens und bis zu 20 Prozent der Wintergerste von Umbruch betroffen.

Dagegen halten sich in einzelnen Regionen Sachsen-Anhalts die Schäden mit etwa 8 bis 10 Prozent für Winterweizen und etwa 8 Prozent für Wintergerste in Grenzen. Häufig hatte eine leichte Schneedecke im Februar Schlimmeres verhindert, so Schulze Eilfing. Für das Gelände der DLG-Feldtage in Bernburg-Strenzfeld gilt dies ebenfalls. Hier hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) jetzt hinsichtlich Auswinterungen Entwarnung gegeben. (az)
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