Mischfutterproduktion

Agravis stellt Mühle auf Bio um

Die Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG und die Argavis Raiffeisen AG wollen ihre Futtermittelproduktion am gemeinsamen Standort in Gescher auf die Herstellung von Biofutter umstellen. „Wir reagieren damit auf die verstärkte Nachfrage nach Biofutter in unserer Region“, erläutern Martin Duesmann-Artmann, Geschäftsführer der Raiffeisen Hohe Mark Hamaland eG, und Sönke Voss, Leiter Futtermittel der Agravis Raiffeisen AG. Bereits seit 2014 haben beide Unternehmen ihre Kooperation im westfälischen Futtermittelmarkt verstärkt und zuletzt das Gemeinschaftsunternehmen BioMühle Hamaland GmbH gegründet.

„Es gibt einen überschaubaren, beständigen und leicht wachsenden Markt, der einem derzeitigen Ernährungstrend folgt“, so die beiden Partner. Bislang wurden im Futtermittelwerk in Gescher rund 45.000 t Futter pro Jahr produziert, zu 75 Prozent Schweinefutter, der Rest für Rinder. Der bisherige Betrieb wurde bereits eingestellt und das Werk wird zurzeit für die Herstellung von Biofutter für Schweine, Rinder und Geflügel vorbereitet.

„Wir sehen uns als Fullliner und somit in der Verantwortung, auch unseren langjährigen, nach ökologischen Richtlinien arbeitenden Landwirten in der Region Mischfutterkonzepte anzubieten“, erläutert Duesmann-Artmann. Ab Mitte März wird dann ausschließlich Biofutter in Gescher hergestellt. Neben loser Ware soll perspektivisch auch Sackware in Biofutterqualität zum Sortiment gehören und überregional vertrieben werden.

Am bisherigen Dienstleistungsspektrum am Standort Gescher wird sich nichts ändern. „Das unseren Kunden bekannte Leistungsangebot bleibt in vollem Umfang erhalten. Das bisherige Mischfuttergeschäft wird über die Werke in Lembeck, Wesel und Dorsten abgewickelt“, betont Duesmann-Artmann. (SB)
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