Futtermittelwerke

Agravis und RWZ gründen Tochter

Die RWZ bringt das Mischfutterwerk in Wiesbaden in die gemeinsame Gesellschaft ein.
-- , Foto: RWZ
Die RWZ bringt das Mischfutterwerk in Wiesbaden in die gemeinsame Gesellschaft ein.
Die Agravis Raiffeisen AG und die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) kopperieren im Futtermittelbereich. Dazu wird die RWZ ihre beiden Mischfutterwerke in Neuss und Wiesbaden und die dort beschäftigten Mitarbeiter in eine Produktionsgesellschaft einbringen, teilen die beiden Unternehmen am heutigen Freitagnachmittag mit. Die Agravis Raiffeisen AG wird 75 Prozent und die RWZ 25 Prozent an der Gesellschaft halten. Regionale Raiffeisen-Genossenschaften aus Rhein-Main können sich ebenfalls an der Produktionsgesellschaft beteiligen. Den Plänen müssen die Kartellbehörden noch zustimmen.

Über 4 Mio. t Mischfutter
Die Agravis hat in ihren eigenen Werken sowie in Beteiligungsgesellschaften im Jahr 2016 rund 4,5 Mio. t Mischfutter produziert. Die beiden RWZ-Werke mit direktem Anschluss ans Wasserwegenetz produzieren insgesamt rund 320.000 Tonnen Misch- und Mineralfutter pro Jahr für alle Nutztierarten. Sie beliefern Kunden im Rheinland, im Bergischen Land, im Westerwald und in der Eifel sowie in ganz Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland.
Die Vertriebsstrukturen bleiben auch unter dem Dach der Agravis-Vertriebsgesellschaft in der jetzigen Form erhalten, betonen die Hauptgenossenschaften. So werden die gewohnten Futtermittelmarken und -qualitäten weiterhin angeboten. Auch die Kundenbetreuung soll unter Federführung der bisherigen Mitarbeiter erfolgen. „Der Vertrieb von Futtermitteln bleibt Kerngeschäft der RWZ, nicht jedoch die Produktion“, kommentiert der RWZ-Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes die Vereinbarung.

„Wir bringen unser Produktions-Know-how und zusätzliche Vertriebskompetenz in die neue Gesellschaft ein," erklärt Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG. Die Anforderungen des Marktes an die Futtermittelhersteller würden immer größer werden. Rickmers will "das erhebliche Marktpotenzial, welches in den Vertriebsgebieten der beiden Futtermittelwerke vorhanden ist" heben. (SB)
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