Agritechnica: Russland und Ukraine wachsen in den Weltmarkt


Die steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird dafür sorgen, dass Lieferländer mit starkem Wachstumspotenzial an Bedeutung gewinnen. Aus dieser Perspektive misst Bernhard Chilla von Toepfer International Russland und der Ukraine als Rohstofflieferanten in Zukunft eine deutlich wachsende Rolle zu. Er machte seine Einschätzung beim Saatgut-Symposium der Saaten-Union zur Agritechnica an der Entwicklung der vergangenen Jahre fest. "Die Ukraine und Russland machen mittlerweile fast 40 Prozent der Weltproduktion von Sonnenblumen aus", rechnet er vor. Bei Rapssaat sei die Ukraine mittlerweile zum zweitgrößten Exporteur weltweit geworden und habe damit Australien überrundet.

Das Exportpotenzial der Ukraine könne zügig ansteigen, wenn die Verladekapazitäten in den Häfen vergrößert werden; ebenso begrenzen derzeit die kleinen Kapazitäten in den Empfängerländern in Afrika das Exportvolumen, weil dafür viele kleinere Schiffe beladen würden. Auch der Maisexport der Ukraine habe sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt, hat der Marktexperte beobachtet. Zwar reichten die 5,4 Mio. t aus dem Wirtschaftsjahr 2008/09 noch längst nicht an die USA heran. Doch wurde damit die Exportmenge Indiens beispielsweise von 1,5 Mio. t deutlich übertroffen und damit Märkte in Afrika und Asien versorgt. (brs)



***Die Redaktion der agrarzeitung ist die ganze Woche in Hannover und bloggt erstmals live von der Agritechnica. Menschen und Maschinen zeigt mehrmals täglich Seitenblicke auf Interessantes und Kurioses rund um die Landtechnikschau.***
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