Agrolinz investiert im Donauraum

Das österreichische Düngemittelunternehmen Borealis Agrolinz Melamine baut seine Präsenz in Osteuropa aus. Der Vertrieb erfolgt über die Handelsgesellschaft Linzer Agro Trade. Rund 1,5 Mio. t Düngemittel werden jährlich im Werk in Linz produziert. Das Handelsvolumen von Linzer Agro Trade umfasst zusätzlich rund 500.000 t Fremdware von Drittfirmen. „Die zentral- und osteuropäischen Märkte haben großes Entwicklungspotenzial. Dort steigt der Bedarf an Pflanzendünger im Gegensatz zu Westeuropa stark. Das zeigen die Verbrauchsprognosen für Osteuropa eindeutig", sagte Hubert Puchner, Geschäftsführer Borealis Agrolinz Melamine, heute in Linz zum 70-jährigen Bestehen des Unternehmens. „Mit dem Eintritt dieser Länder in die EU und der damit verbundenen Öffnung von neuen Absatzmärkten haben die positiven Effekte in der landwirtschaftlichen Industrie weiter Wirkung gezeigt", so Puchner.

Das weltweite Bevölkerungswachstum sei eng mit der Zunahme des Verbrauchs von Düngemitteln verbunden.  „Das ist auch der Grund, weshalb die Borealis Agrolinz Melamine weiter in den Standort Linz investieren wird", erläuterte Puchner. Darüber hinaus kündigte der Geschäftsführer Investitionen in den kommenden Jahren an, um die Werksanlagen auf den modernsten Stand zu bringen, was Effizienz und Kostenersparnis betreffe. Borealis Agrolinz Melamine nutzt für den Transport zunehmend die Donau. Derzeit verlassen  im Jahr 500.000 t Stickstoff- und Mehrnährstoffdünger das Unternehmen über den eigenen Hafenplatz auf dem Werksgelände. Ein Netzwerk von Lagerhäusern und die Vertriebstöchter der Linzer Agro Trade in Ungarn, Rumänien, Serbien schließen die Kette zu den Landwirten in diesen Regionen. (da)
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