Aigner: Agrarpolitik trägt Verantwortung für Welternährung

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Mit einem Verweis auf die Bedeutung der Welthandelspolitik hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute die Konferenz "Politik gegen den Hunger" in Berlin eröffnet. Anlässlich des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Menschenrechtscharta durch die Vereinten Nationen steht die Konferenz unter dem Motto "Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht". Gerade die Märkte für Agrargüter seien weltweit eng verbunden, sagte Aigner. Der Welthandelspolitik käme im Kampf gegen den Hunger eine zentrale Rolle zu. Sie hoffe, dass die Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) noch dieses Jahr beendet werde. "Nationaler Egoismus und Protektionismus lassen die Hungernden allein", sagte die Ministerin. Sie wolle sich dafür einsetzen, dass Deutschland und auch die EU ihre Verantwortung, weltweit für genügend Nahrungsmittel zu sorgen, wahrnähmen. "Auch die EU-Agrarpolitik muss das Recht auf Nahrung immer berücksichtigen", sagte Aigner.

Nahrungsmittel- und Energieproduktion sind nach Ansicht von Aigner vereinbar: "Wir brauchen Nahrungs- und Energiesicherheit". Die energetische Nutzung von Biomasse müsse allerdings effizienter werden. Moderne Technologien aus den Industrieländern könnten helfen, Flächen in den Entwicklungsländern wieder zu bewirtschaften, die bereits aufgegeben worden seien. (sta)

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