Aigner: Landwirtschaft muss sich auch in Zukunft lohnen

Berlin setzt sich bei den Verhandlungen zur Neuregelung der europäischen Agrarpolitik für den Erhalt einer leistungsfähigen Landwirtschaft ein. „Die Bauern haben Anspruch auf Verlässlichkeit. Ich kämpfe für die Interessen der Bauern und werde in Brüssel dafür sorgen, dass die gemeinsame Agrarpolitik verlässlich bleibt und den Betrieben eine Zukunft sichert“, sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am heutigen Montag bei der Landesversammlung des bayerischen Bauernverbandes in Herrsching. Die GAP müsse weiterhin zukunftsfest gestaltet werden um Planungssicherheit zu gewährleisten und die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

„Landwirtschaft zu betreiben muss sich auch in Zukunft lohnen, zumal die gesellschaftlichen Leistungen der Bauern nicht über den Preis ihre Produkte entlohnt werden. Deshalb ist es wichtig, dass die GAP weiterhin über eine starke erste Säule und eine finanziell gut ausgestattete zweite Säule verfügt“, so Aigner. Ermäßigung beim Agrardiesel, das Milch-Sonderprogramm mit einem Gesamtvolumen von 750 Mio. €, die Möglichkeit, den Hof ohne Belastung durch die Erbschaftssteuer übergeben zu können, so wie die deutliche Erhöhung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung, stellte Aigner als besondere Leistungen heraus. Mit Bezug auf Brüssel sagte die Ministerin, dass „in der heißen Phase harter Verhandlungen“ auch schon erste Erfolge sichtbar seien. So wurde die EU-weit einheitliche Hektarprämie nicht zuletzt auf Druck Deutschlands verhindert. (HH)
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