Für die Erzeugung von Bioenergie sucht das Bundesagrarministerium nach Alternativen zum Maisanbau. Blüh- und Wildpflanzen bieten Potenzial. Damit es wegen der wachsenden Bedeutung von Energiepflanzen, insbesondere durch zunehmenden Maisanbau, nicht zu einseitigen Fruchtfolgen auf Deutschlands Äckern kommt, will der Bund Alternativen stärker fördern. Nach Ansicht des Ministeriums gibt es einige Blüh- und Wildpflanzen, die ökonomisch und ökologisch vielversprechend sind. Dazu gehörten Pflanzen wie Malven, Glockenblumen, Beifuß, Rainfarn, Steinklee und Wegwarte.

„Wer Mais für die einzige effektive Energiepflanze hält, der irrt sich", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute beim Besuch eines Versuchsfeldes im brandenburgischen Phöben. Dort informierte sie sich über den Stand eines Projektes der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die gemeinsam mit dem Saatguthersteller Saaten-Zeller nach Wildpflanzen sucht, die als mehrjährige Energiepflanzen-Mischung angesät werden können.

Eigenen Angaben zufolge fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium die Erforschung alternativer Energiepflanzen in über 100 Projekten mit insgesamt 40 Mio. €. (sch)
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