Aigner lehnt Lösung für GVO-Spuren ab


Der angekündigte Vorschlag für die Einfuhr von Lebensmitteln mit Spuren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) verzögert sich. Vor der Sommerpause wird die EU-Kommission kaum noch etwas vorlegen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat sich gegen eine Toleranzschwelle von 0,1 Prozent für Lebensmittel mit Spuren von GVO ausgesprochen, die in der EU noch keine Zulassung haben. Ihre Ablehnung könnte mit dazu beitragen, dass aus dem in Brüssel angekündigten Vorschlag vor der Sommerpause nichts mehr wird.

Die Kommission bespreche zurzeit eine Erweiterung der Toleranzschwelle auf Lebensmittel mit den EU-Mitgliedstaaten, erklärte ein Sprecher von EU-Verbraucherkommissar John Dalli. Für einen Vorschlag liege aber kein Zeitplan vor. Aigner hatte einer Toleranzschwelle für Futtermittel vor gut einem Jahr noch zugestimmt.

Aber für Lebensmittel lehnt sie einen Schwellenwert von 0,1 Prozent ab. Da diese Spuren nicht gekennzeichnet werden müssten, warnt sie vor der fehlenden Wahlfreiheit für den Verbraucher. Ölmühlen haben ein erhöhtes Risiko, solange die Nulltoleranz für Soja mit Spuren von GVO gilt, für die in der EU das Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. (Mö)
stats