Ein Jahr nach dem Start des Internet-Portals „lebensmittelklarheit.de“ zieht Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine positive Bilanz.

Mehr als 5.000 verdächtige oder täuschende Produkte meldeten Verbraucher der hessischen Verbraucherzentrale, die die Plattform betreibt. 90 Prozent der betroffenen Anbieter reagierten kurzfristig auf die Anfragen zu Lebensmitteln. Bei rund einem Drittel der genannten Produkte wurde auf die Kritik der Verbraucher eingegangen und die Verpackung bzw. Aufmachung entsprechend geändert.

Aus der Diskussion im Internetportal wird aber auch deutlich, dass viele Verbraucher unzureichend informiert sind und sich deshalb zu Unrecht getäuscht fühlen. Jede fünfte Produktmeldung (rund 960 von 5000), die an die Redaktion gesendet wurde, enthielt kein Täuschungspotenzial. Diese Produkte wurden nicht aufgenommen.

Laut einer Befragung kennt bereits jeder dritte Verbraucher in Deutschland das Internetportal (34 Prozent). 82 Prozent der befragten Bürger halten es für eine nützliche Einrichtung. 72 Prozent meinen, „lebensmittelklarheit.de könne die Industrie dazu bewegen, Produkte ehrlicher zu beschreiben.

Bundesverbraucherministerin Aigner sagt zu dem Online-Portal: „Das Projekt ist ein großer Gewinn für den Verbraucherschutz.“ Insgesamt stellt das Bundesministerium rund eine Mio. € bis Ende 2012 zur Verfügung. (hed)
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