Bundesagrarministerin Ilse Aigner besucht die Agrarnationen Brasilien und Argentinien. Auf der Agenda stehen die Themen Agrar- und Handelspolitik sowie Ernährungssicherheit.

Vom 26. August bis 3. September reist Aigner gemeinsam mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages und Vertretern der deutschen Agrar- und Ernährungsindustrie nach Südamerika. Dort wird sie unter anderem Gespräche mit den jeweiligen Landwirtschaftsministern führen. Ziel der Reise ist es, die agrar- und handelspolitischen Beziehungen zu vertiefen und neue Kooperationen im Bereich der Aus- und Weiterbildung und Agrarforschung zu identifizieren, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) heute mit. 

„Die brasilianische und die argentinische Landwirtschaft spielen eine zentrale Rolle bei der weltweiten Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln.", sagte Aigner. Ihre Bedeutung werde, bedingt durch das stetige Wachstum der Weltbevölkerung und durch veränderte Klimabedingungen, weiter zunehmen, erklärte die Ministerin. Um eine dauerhafte Versorgungssicherheit zu gewährleisten, will sich Aigner mit den Ländern auf gemeinsame Ziele für eine nachhaltigere Produktion verständigen.  

Ein  Schwerpunkt der Gespräche werden zudem die Preissteigerungen bei Lebens- und Futtermitteln und deren Auswirkungen auf die Situation der hungernden Menschen in Entwicklungsländern sein. „Wir müssen gemeinsam alles daran setzen, zu vermeiden, dass sich die Situation auf den weltweiten Agrarmärkten weiter verschärft", sagte die Aigner. In der landwirtschaftlichen Produktion müsse die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln oberste Priorität haben, betonte sie. (sch)
stats