Bundesagrarministerin Ilse Aigner will die Akzeptanz der Nutztierhaltung erhöhen. Forschung und Entwicklung sollen eine tierfreundliche Produktion von Nahrungsmitteln voranbringen. Deutschland habe im europäischen Vergleich einen hohen Tierschutzstandard; darauf könnten Wissenschaft wie auch Landwirte stolz sein, erklärte Aigner heute bei einem Symposium in Bonn zum Thema „10 Jahre Tierschutz als Staatsziel". Dennoch müssten die Standards der modernen Tierhaltung im Dialog mit der Forschung, den Landwirten und den Verbrauchern fortlaufend überprüft und weiterentwickelt werden.  

Dem Tierschutz in der Nutztierhaltung kommt nach Ansicht von Aigner besonderes Augenmerk zu. Um erfolgreich zu sein, müsse die Tierhaltung von den Verbrauchern akzeptiert werden. Deshalb sei es notwendig, dass sie sich einer breiten öffentlichen Diskussion stelle.

„Forschung und Entwicklung sind Zugpferde für mehr Tierschutz in Deutschland", sagte Aigner. Über die Forschung könnten neue Impulse für eine besonders tierfreundliche Produktion von Nahrungsmitteln gesetzt werden. Als Beispiel nannte sie ein von der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) vorgelegtes Konzept. Auf Basis dieser Vorschläge sollen konkrete Forschungsaufträge formuliert und finanziert werden. (sch)
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