Ein positives Zwischenfazit gibt Agrarministerin Ilse Aigner der von ihr angestoßenen Debatte über die Zukunft der Landwirtschaft. Die geplante „Charta für Landwirtschaft" soll Ende 2011 fertig sein. Es habe sich bisher gezeigt, dass das öffentliche Interesse vor allem bei der Aufteilung von Lebensmittel- und Energieproduktion, der nachhaltigen Landnutzung sowie der Nutztierhaltung groß sei, heißt es diese Woche im Agrarministerium (BMELV). Vor allem die Zuschriften über die Internetseite hätten große Resonanz gefunden. Sie zeigten jedoch auch ein sehr differenziertes Bild der Erwartungen an die Landwirtschaft. „Wir werden uns intensiv mit allen Positionen auseinandersetzen", sagte Aigner. Für ihr anvisiertes freiwilliges Tierschutzlabel fühlt sich Aigner durch die Diskussionen im Rahmen der Charta Workshops, an denen 38 Verbände und Einrichtungen aus Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft teilnehmen, bestätigt.

Bis zum Ende des Jahres will das BMELV eine „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" aus den Diskussionsrunden erarbeiten. Sie soll als Leitbild für die politische Arbeit des BMELV dienen. (sta)
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