Bundesagrarministerin Aigner reist nach Griechenland. Im Mittelpunkt stehen Gespräche zur EU-Agrarreform. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt, wird die Ministerin bereits heute Abend zu einem Kurzbesuch in Athen eintreffen. Morgen wird sie mit dem griechischen Landwirtschaftsminister Prof. Athanasios Tsaftaris zusammenkommen, um über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Europa nach 2013 zu beraten.

Griechenland ist der 26. EU-Mitgliedstaat, den Aigner in den vergangenen vier Jahren im Rahmen der Verhandlungen über die bevorstehende EU-Agrarreform besucht. Der Dialog mit europäischen Partnerländern sei die Voraussetzung, um die GAP zukunftsfähig gestalten zu können, erklärte die Ministerin. Ihr sei bewusst, dass am Ende der Verhandlungen über die künftige europäische Agrarpolitik ein Kompromiss stehen werde. „Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam ein für alle tragbares Ergebnis zu erzielen", erklärte Aigner.  

Im Vorfeld der Reise unterstrich die Ministerin, die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland seien „traditionell eng und freundschaftlich, auch im Bereich der Landwirtschaft". Deutschland werde die Reformanstrengungen Griechenlands weiter mit aller Kraft unterstützen. Aigner kündigte an, die Zusammenarbeit in der Land- und Ernährungswirtschaft mit Griechenland verstärken zu wollen.

Zudem bekräftigte sie das Ziel, die Verhandlungen über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union möglichst bald erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Nur wenn die Verhandlungen so bald wie möglich zu einem guten Abschluss gebracht würden, könne die EU-Agrarreform rechtzeitig wie geplant ab 2014 umgesetzt werden. (sch)  

stats