1

Am vergangenen Sonntag haben im brandenburgischen Badingen trotz hohem Polizeiaufgebot etwa 150 Gentechnikgegner ein Feld mit gentechnisch verändertem (GV-)Mais teilweise zerstört. Auf rund 150 m² rissen die Demonstranten im Rahmen der „Gendreck-weg“-Aktion Bt-Maispflanzen aus, teilt der Innoplanta e.V. mit, der mit einer Patenschaftsinitiative ein Gegenzeichen setzte. Über 80 Aktivisten wurden vorübergehend festgenommen, 24 davon müssen möglicherweise mit einem Gerichtsverfahren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch rechnen. Parallel dazu versuchten Gentechnikgegner in Hohenstein bei Strausberg ebenfalls, ein Bt-Maisfeld zu zerstören, das bereits im vergangenen Jahr „befreit“ worden ist.

Unterdessen hat die Umweltorganisation Greenpeace auf einem Feld mit GV-Mais im nordrhein-westfälischen Borken Pflanzen- und Bodenproben entnommen. Greenpeace behauptet, dass der Bt-Mais nicht nur gegen den Maiszünsler wirke, sondern auch andere Insekten schädige. Untersuchungen der Proben sollen Aufschluss über die ökologischen Risiken im Naturkreislauf geben. Die Monsanto Agrar Deutschland GmbH, die den Versuch betreut, kritisierte die illegale Aktion scharf. Mehrjährige öffentliche Freilandstudien hätten keine Beeinträchtigung von Nichtzielorganismen aufgezeigt. (AW)

stats