Allgäuer Milchbauern möchten zu Arla

Die Befürworter der Übernahme der Allgäuland Käsereien GmbH durch Arla Foods schöpfen wieder Hoffnung. Die Mitglieder der Allgäuland Käserei eG stimmten mit rund 97 Prozent für den Verkauf ihrer Anteile an die Arla Foods Gruppe. Zuvor hatten die Teilnehmergenossenschaften der Milchwerke Donau Alp eG und Bad Wörishofen dem Verkauf ihrer Anteile mit überwältigender Mehrheit von fast 100 Prozent zugestimmt. Bei der Generalversammlung der Allgäuer- Bergbauernmilch am vergangenen Mittwoch hatten sich dagegen nur 69,6 Prozent für die Übernahme ausgesprochen. Die erforderliche Mehrheit von 75 Prozent konnte daher nicht erreicht werden. Wie Allgäuland mitteilte, stimmten 30,39 Prozent mit einem Nein ab. Darunter seien zahlreiche Mitglieder gewesen, die sich bereits in Kündigung befinden. "Damit bestimmen Milcherzeuger, die sich für einen anderen Weg entschieden haben, über das Schicksal der Mitglieder sämtlicher Genossenschaften sowie der Belegschaft in den Beteiligungsgesellschaften und Produktionsbetrieben ab", heißt es in einer Erklärung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Allgäuland Käserei GmbH. Auch hätten Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) Vollmachten von anderen Genossenschaftsmitgliedern für die Abstimmung vorgelegt. "Wenn die Übernahme an wenigen scheitern sollte die nicht mehr von dem Vorgang betroffen sind, dann gibt es einen Milchkrieg im Allgäu", erklärte ein größerer Milchviehhalter auf Anfrage von agrarzeitung.de. Die Gremien der Allgäuer Bergbauern-Milch eG möchten deshalb am 12. September eine außerordentliche Generalversammlung ansetzen, um erneut über die Übertragung der Geschäftsanteile abstimmen zu lassen. Dies hatte zuvor Toben Olsen, der Geschäftsführer von Arla Deutschland vorgeschlagen. Nun hofft das Management der Allgäuland-Käserei GmbH, das die Landwirte bei den kommenden Generalversammlungen der Central Molkerei Augsburg eG und der Butterwerke Langenau der Übertragung ihrer Anteile an Arla zustimmen. (HH)
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