Allgäuland-Käsereien trennen sich von weiterem Standort

Die Allgäuland-Käsereien GmbH, Wangen, möchte ihr Werk in Bad Wörishofen bis Jahresende verkaufen. Betroffen sind etwa 50 Mitarbeiter. Das Unternehmen wolle sich künftig auf die drei Werke in Kieselegg, Riedlingen und Sonthofen konzentrieren, kommentierte Geschäftsführer Paul Ritter das Vorhaben. Bereits 2010 wurden drei Betriebsstätten in Augsburg, Tübingen sowie in Reutlingen geschlossen. Die Firma hat etwa 70 Mio. € Verbindlichkeiten und strukturiert sich momentan um. Ziel sei nun, mit einer schlankeren Organisation die Zukunft des Unternehmens abzusichern, heißt es in der Geschäftsführung. Im Juni soll aus bisher sechs Genossenschaften eine Einheitsgenossenschaft, die "Allgäuer-Bergbauern eG" entstehen. Im Streit um den Milchpreis waren der Molkerei im vergangenen Jahr etliche Lieferanten abgesprungen. Für dieses Jahr rechnet die Allgäuland-Käsereien GmbH noch mit 340 Mio. kg Rohmilch; für 2012 nur noch mit 220 Mio. kg. Dafür sei das Werk in Bad Wörishofen, das Industrie-Emmentaler erzeugt, zu teuer, so die Begründung. (HH)  
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