Allgäuland-Übernahme ist infrage gestellt


Die Übernahme der wirtschaftlich schwer angeschlagenen Allgäuland Käsereien GmbH durch die skandinavische Molkereigenossenschaft Arla Foods ist ungewiss. Anlässlich der Generalversammlung der Allgäuer Bergbauern-Milch sprachen sich am gestrigen Mittwoch nur 69,6 Prozent für die Übernahme aus. Erforderlich sind jedoch 75 Prozent der Stimmen, sonst kann Arla Allgäuland nicht übernehmen. Wie agrarzeitung.de erfuhr, soll der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) beziehungsweise das MEG Milchboard Stimmung gegen die Übernahme gemacht haben. Mit dem Abstimmungsergebnis kann nun eventuell das Milchgeld der Landwirte für die Monate Juni, Juli und August zurückgefordert werden, denn die Wahrscheinlichkeit einer vorläufigen Insolvenz von Allgäuland rückt immer näher.

Offen ist dabei vor allem die Frage, wie sich die Gläubigerbanken nun verhalten werden. Andererseits ist eine  außerordentliche Generalversammlung am Montag, dem 12. September, möglich, bei der erneut über den Verkauf der Anteile abgestimmt wird. Zuvor haben die Mitglieder der Milchwerke Donau-Alb eG dem Verkauf der Anteile an Allgäuland mit fast 100 Prozent zugestimmt. Für den 26. August ist noch die Generalversammlung der Cema eG und am 29. August die der Butterwerke Langenau eG vorgesehen. (HH)
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