Allianz für mehr Gewässerschutz


In Schleswig-Holstein ergreifen Landwirte und Agrarministerium gemeinsam Maßnahmen für sauberes Wasser. Die Abstände zu Gewässern werden neu definiert. Robert Habeck, grüner Agrar- und Umweltminister in Kiel, und der Landesbauernverband haben sich auf konkrete Vorschriften geeinigt, um die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen.

Künftig müssen Landwirte einen Gewässerrandstreifen von 5 Meter einrichten, auf dem Dauergrünland nicht umgebrochen werden darf. Zudem können Landwirte freiwillig Gewässerrandstreifen von 10 Metern und mehr gegen Entschädigung an die Wasser- und Bodenverbände abgeben.

Insbesondere für die Gebiete mit gefährdeten Grundwasservorräten sind drei verschiedene Agrarumweltmaßnahmen geplant. Dazu gehören Winterbegrünung, eine Gewässer schonende Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern sowie die Förderung des Ökolandbaus. Im Gegenzug will das Kieler Ministerium die Beratung der Landwirte erheblich erweitern.

Bauernverband und Ministerium wollen zudem zusammen ein verbessertes Nährstoffmanagement in der Landwirtschaft erreichen. Dazu soll eine Nährstoffbörse gemeinsam mit Landwirtschaftskammer, Maschinenringen und den zuständigen Landesämtern eingeführt werden. Als weitere Maßnahmen erwägt Habeck ein generelles Umbruchverbot für Dauergrünland sowie verlängerte Sperrfristen zur Ausbringung von flüssigem organischem Dünger. (da)
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