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Das auf Öko-Produkte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen Alnatura versucht Landwirte für die Umstellung auf den Öko-Landbau zu begeistern. Der gestrigen Auftaktveranstaltung in der hessischen Staatsdomäne Marienborn sollen bundesweit weitere Veranstaltungen folgen, kündigte Alnatura-Geschäftsführer Prof. Götz Rehn an. Es gebe deutlich zu wenig Bioware, betonte Rehn, abgesehen von kurzzeitigen Überangeboten, wie derzeit am Milchmarkt. Für interesserite Landwirte fördert Alnatura die Umstellungsberatung, damit künftig mehr heimische Bioware zur Verfügung steht.

Die Umstellung auf Öko-Landbau sei allerdings nichts für Betriebe, die bereits finanziell mit dem Rücken an der Wand stünden, sagte Jan Gröner von der Bioland-Beratung in Grünberg. Marktfruchtbetriebe müssten in der zweijährigen Umstellungsphase einen Gewinnrückgang hinnehmen, berichtete er aus Deckungsbeitragvergleichen. Als anerkannte Öko-Betriebe aber könnten Hackfrucht- und Druschfrucht-Betriebe höhere Deckungsbeiträge als konventionelle Betriebe erzielen.

Herwig Marloff, Kreislandwirt des Wetteraukreises, forderte die Landwirte auf, mit Angebotsvielfalt die vielfältige Nachfrage zu decken. Im Wetteraukreis sei es den Landwirten mit einigen Projekten gelungen, die Wertschöpfung in der Region zu halten.

Die Alnatura Produktions und Handels GmbH, Bickenbach, präsentiert bei den Veranstaltungen jeweils beispielhaft ihre Partnerschaft mit regionalen Verarbeitungsunternehmen, so auch beim nächsten Termin am 7. Mai in Habitzheim. (brs)

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