Biogas

Altanlagen fahren auf Verschleiß


Nur knapp 15 Prozent der deutschen Landwirte mit einer Biogasanlage haben Pläne, ihre Anlagen zu erweitern. Lediglich gut 2 Prozent verfolgen Modernisierungspläne. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle BiogasScanner 2015, den das Agrarmarketing- und Marktforschungszentrum AgriDirect Deutschland im letzten Jahr durchgeführt hat. Während dieser telefonischen Befragung wurden mehr als 6.000 Biogasbetreiber nach ihren Betriebsaktivitäten, Zukunfts- und Investitionsplänen befragt.

Während die Erweiterungspläne bei den Biogasanlagen in den letzten Jahren immer weiter zurückgingen, stieg dieser Anteil 2015 wieder an. 14,8 Prozent (2014: 4,5 Prozent) der Unternehmer mit einer Biogasanlage planen, ihre Anlage zu erweitern. Vorgesehen sei meist eine Erhöhung der elektrischen Leistung bei einer gleichbleibenden Biogasproduktion, erklärte AgriDirekt auf Anfrage von agrarzeitung.de. So können durch eine an den Börsenpreisen orientierte Produktion die Erlöse aus dem Stromverkauf erhöht werden.

Abgesehen von den Erweiterungsplänen beteht angesichts der unsicheren politischen Aussichten nur ein sehr geringes Interesse in die Biogasanlagen zu investieren. Nur 2,1 Prozent der Anlagenbetreiber verfolgen Renovierungspläne. Lediglich 1,1 Prozent planen ein Repowering der Biogasanlage. (SB)
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