Alterntige Braugerste liegt wie Blei in den Lägern

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Nach Schätzungen des Agrarhandels lagern in Bayern noch etwa 25 bis 30 Prozent der Braugerste aus dem vergangenen Jahr bei den Erzeugern. Alterntige Ware ist zurzeit schwer verkäuflich. Die Mälzereien sind noch gut eingedeckt. Zurzeit ließen sich kaum größere Mengen an Braugerste ex Ernte an die Verarbeiter verkaufen, ist von Marktteilnehmern zu hören. Auch die Brauwirtschaft hält sich zurück. So manche Brauerei fühle sich angesichts der schwierigen Marktlage nicht einmal mehr an bestehende Kontrakte gebunden, kritisieren einige Mälzer.

Darüber hinaus gibt es Unsicherheiten im Handel, ob es sich bei der eingelagerten alterntigen Braugerste noch tatsächlich um braufähige Qualitäten handelt. Handel und Verarbeiter fürchten außerdem, dass etliche Landwirte versuchen könnten, ihre momentan schwer verkäufliche Gerste nach der kommenden Ernte mit neuer Braugerste zu vermischen. Der Erfassungshandel tut sich daher schwer, verbindliche Erzeugerpreise für die Braugersten-Ernte 2009 zu nennen. (HH)

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