Die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa hat der gentechnisch veränderten (GV-)Kartoffelsorte Amflora erneut Unbedenklichkeit bescheinigt. Dennoch hat die Sorte keine Zukunft. Untersuchungen der europäischen Behörde aus 2010 bestätigen die Einschätzung von 2006, dass vom Anbau der Kartoffel keine Gefahren für Mensch und Tier ausgehen. Sie beruhen auf dem Monitoring, das den Anbau im Jahr 2010 begleitet hat. Amflora lagert aufgrund ihrer gentechnischen Veränderung reine Amylopektin-Stärke ein, die für die Stärkeindustrie besonders wertvoll ist.

Darüber hinaus kommt die Efsa zu der Einschätzung, dass die Technik, mit der die GV-Kartoffel erzeugt wurde, die Cis-Gentechnik, so sicher ist wie die konventionelle Kreuzungszüchtung. Bei der Methode wurden Gene aus Kartoffeln verwendet, um die verbesserten Eigenschaften zu erzielen.

Für die Kartoffelsorte Amflora hat die Bewertung allerdings keine Bedeutung mehr, weil der Sorteninhaber BASF entschieden hat, die Kommerzialisierung der Pflanzenbiotechnologie-Aktivitäten in Europa abzubrechen. (brs)
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