Amflorazulassung verschiebt sich

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Die EU-Kommission macht keine Hoffnung auf eine baldige Genehmigung der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora. „Wir brauchen zunächst weitere wissenschaftliche Prüfungen durch die EFSA“, erklärte eine Sprecherin von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas am Dienstag gegenüber ernaehrungsdienst.de. Der Kommissar habe neue und ernstzunehmende Hinweise über Risiken durch antibiotische Markergene bekommen. Diese müssten erst von der Europäschen Lebensmittelbehörde geprüft werden, bevor die Kommission eine Entscheidung treffen könne, führte die Sprecherin aus. Bei der EFSA wusste man am Dienstag noch nichts von einem erneuten Prüfauftrag für die Amflora. Eine Übertragung eines antibiotischen Markergens sei nicht möglich, unterstich ein EFSA-Sprecher die Position seiner Behörde.

Die BASF Plant Science, die den Antrag auf Zulassung der Amflora gestellt hat, betonte gegenüber ernaehrungsdienst.de, es gebe keine neuen Erkenntnisse zu den Markergenen. Auch der als Futtermittel zugelassene Mais Mon 863 enthalte dieses Gen. Allerdings dürften seit 2004 neue Anträge nur noch für Pflanzen gestellt werden, die keine antibiotischen Markergene mehr enthalten. Der Antrag für Amflora sei aber vor 2004 gestellt worden. Das Unternehmen habe alle Vorgaben erfüllt.(Mö)

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