Die Molkerei Ammerland hat 2014 den Umsatz um rund 35 Mio. auf 785 Mio. € erhöht. Die verarbeitete Milchmenge legte um 10 Prozent auf über 1,52 Mrd. kg zu. Als Molkerei mit einem hohen Umsatzanteil bei Käse (62 %) hat Ammerland besonders unter der Sperre Russlands gelitten. Das und die im Jahresverlauf weltweit rückläufige Nachfrage nach Milchprodukten sowie die durch hohe Preise stimulierte Erzeugung führten zu einem Rückgang der Milchauszahlungspreise der niedersächsischen Genossenschaft.

Weniger Käse mehr Trockenprodukte

Die Umsätze mit Käse (350 Mio. €, minus 2,3 %), Butter (80,9 Mio. €, minus 0,2 %) und Frischprodukten (74,4 Mio. €, minus 2,5 %) gingen zurück. Um über 30 Prozent auf 63,3 Mio. € gestiegen sind die Erlöse mit Trockenprodukten. Insgesamt wurden 113.269 t Käse, 40.919 t Pulver, 23.557 t Butter und 127.674 t Frischprodukte abgesetzt.

Neuer Pulversprühturm in Dringenburg

Ammerland rechnet mit einer moderaten Steigerung der Milchmenge. Dafür hat das Unternehmen einen 5-Jahres-Plan verabschiedet. Am Standort Dringenburg (Landkreis Ammerland) wurden ein vollautomatisches Hochregallager und ein neuer Pulversprühturm in Betrieb genommen. Insgesamt flossen 2014 knapp 37 Mio. € in den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Rationalisierung der Produktionsabläufe. 2015/16 sollen weitere 75 Mio. € in den Bau einer neuen Käserei in Dringenburg und in Erweiterungsinvestitionen im Werk Oldenburg fließen. Mit der erstmaligen Installation einer Abfüllanlage steigt Ammerland in den Markt für haltbare Milch ein.

Eigenkapitalquote gesteigert

Die Molkerei Ammerland konnte ihre Bilanzstruktur 2014 weiter stärken. Das Anlagevermögen stieg im Jahr 2014 um 25,2 Mio. auf 104,9 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich um 11,8 Mio. auf 97,5 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 44,8 %. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 10,9 Mio. €.

8,8 % Umsatz in Drittländern

Die Internationalisierung des Absatzes (Exportanteil 49 %) hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Während die Umsätze mit Milch- und Molkereiprodukten in Deutschland und in der EU um je rund 10 Mio. auf 376 Mio. bzw. 221 Mio. € zurückgingen, legte er in Drittländern um über 17 Mio. auf 69 Mio. € zu. (az)
stats