Molkerei

Ammerland verspricht stabilen Milchpreis

In den ersten vier Monaten dieses Jahres zahlt die Molkerei Ammerland einen Milchpreis von 32 ct/kg. Die Einnahmen der Milchbauern waren damit knapp ein Drittel höher als im Vorjahreszeitraum. Diese positive Entwicklung werde sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen, versicherte die Geschäftsführung am Dienstag bei der Generalversammlung der Genossenschaft. Positiv entwickelte sich auch der Umsatz, der im Vorjahresvergleich um 35 Prozent zulegte. Die Molkereispitze sprach deshalb von „sehr erfolgreichen“ ersten vier Monaten.

2916 mehr Umsatz und Gewinn
Trotz niedriger Preise steigerte Ammerland 2016 den Umsatz um 3 Prozent auf 657,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 38,7 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Warenrückvergütung beträgt 8,1 Mio. €. Daraus erhalten die Milcherzeuger eine Warenrückvergütung von 3,7 Mio. €. Der Jahresüberschuss betrug 2,96 Mio. € (Vj: 1,98 Mio €), der Bilanzgewinn 1,77 Mio. €. (VJ: 1,18 Mio. €)

Milchpreis über dem Bundesdurchschnitt

Im vergangenen Jahr betrug der durchschnittliche Milchauszahlungspreis inklusive Warenrückvergütung bei 27,14 ct/kg netto und blieb damit das zweite Jahr in Folge unter der 30 Cent-Marke. Ammerland lag 2016 damit aber über dem niedersächsischen Schnitt (25,45 ct/kg) und dem Bundesdurchschnitt (26,60 ct/kg).

Die angelieferte Milchmenge wuchs 2016 um 5,1 Prozent auf 1.681 Mio. kg. Insgesamt wurden 121.791 t Käse, 49.882 t Pulver, 28.294 t Butter und 120.166 t Frischprodukte in den beiden Werken in Dringenburg (Wiefelstede) und Oldenburg hergestellt. Für die Zukunft erwarte die Unternehmensführung weiter steigende Milchmengen. Die Verarbeitungskapazitäten wurden deshalb weiter ausgebaut, unter anderem durch eine neue Käserei in Drigenburg.

In der Zukunft setzt Ammerland auf weiteres internationales Wachstum, aber auch auf neue marktorientierte Konzepte in Deutschland. Die Molkerei ist Partner des Projektes „Pro Weideland“ und bietet gentechnikfreie Weidemilch an. In Deutschland setzt Ammerland auf weiter steigende Absatzmengen für Weidemilch-Produkte. (SB)
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