Anbau von Bt-Mais: 20 m Abstand reichen aus

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Eine Koexistenz von Feldern, die mit konventionellem Mais und solchen, die mit gentechnisch verändertem Bt-Mais bestellt sind, ist mit einfachen Abstandsregeln möglich. Dies zeigen die Ergebnisse des Erprobungsanbaus 2004, die jetzt vollständig sowohl für Silo- als auch für Körnermais ausgewertet worden sind. Für die acht Körnermais-Standorte zeigt sich das gleiche Bild wie bei den 18 Silomais-Standorten: Mit zunehmender Entfernung von der Bt-Parzelle nehmen die GVO-Anteile deutlich ab. Nach 20 m liegt der über Pollenflug verursachte Bt-Mais-Eintrag im konventionellen Erntegut unter dem Schwellenwert von 0,9 Prozent, berichtet Transgen.de. Für Prof. Eberhard Weber von der Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg, der das wissenschaftliche Begleitprogramm koordinierte, zeigen die Ergebnisse des Erprobungsanbaus, dass "einfach zu handhabende Regeln gefunden werden können, die eine Koexistenz zwischen konventioneller und gentechnik-orientierter Landwirtschaft möglich machen." Es reiche aus, einen Streifen von 20 m separat zu ernten, um den GVO-Wert im konventionellen Mais unter der 0,9-Prozent-Schwelle zu halten.

Ob und in welcher Form auch 2005 ein Erprobungsanbau durchgeführt wird, ist noch nicht geklärt. Derzeit ist an 92 Standorten eine Fläche von 1.000 ha angemeldet. Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium von Renate Künast plant für dieses Jahr eigene Versuche. (AW)

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