Anbau von Flachs und Hanf mehr fördern

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Der Anbau von Flachs und Hanf solle in der EU stärker gefördert werden, als es ein Vorschlag der Kommission vorsieht. Dafür hat sich der Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes (EP) am Dienstag in Brüssel ausgesprochen. Die Abgeordneten lehnten insbesondere die Beschränkung des geförderten Anbaus durch Produktionsquoten für einzelne EU-Mitgliedstaaten ab. Nach ihrer Meinung soll die Flächenprämie für Flachs und Hanf jener für Getreide gleichgesetzt werden. Dafür zum Ausgleich soll es eine Verarbeitungsprämie über 196 €/t ab dem Wirtschaftsjahr 2001/2002 geben. Diese ist allerdings an den Nachweis eines Vertrages mit einem Verarbeiter gebunden. Die Parlamentarier nehmen für sich in Anspruch, mit ihren Reformvorstellungen die Prämienjagd eindämmen zu können und dennoch durch ausreichende Förderung der Landwirtschaft eine Produktionsalternative bieten zu können. Die EU-Agrarminister wollen sich auf ihrem Rat im Mai in Brüssel mit der Reform der Marktordnung für Flachs und Hanf beschäftigen. (Mö)
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