Anbau von GV-Mais in Brasilien nimmt zu


Die brasilianischen Landwirte planen für die bevorstehende Anbausaison 2009/10 den Anbau von gentechnisch veränderten (GV-)Maissorten deutlich auszudehnen. So könnte der Anteil der GV-Sorten an der Maisfläche von rund 9 Mio. ha von 5 auf 39 Prozent steigen, ergab eine landesweite Umfrage unter Landwirten, die von dem brasilianischen Medienunternehmen RPC Crop Expedition durchgeführt wurde. Allein im Bundesstaat Parana, auf den gut ein Drittel der Maiserzeugung des Landes entfällt, könnte der Anteil von GV-Mais auf 41 Prozent zunehmen, berichtet Transgen.de. Bei Soja bleibt der Anteil von GV-Sorten der RPC-Umfrage zufolge bei zwei Dritteln. In Mato Grosso, dem Bundesstaat mit der größten Sojaerzeugung kommen GV-Sojabohnen auf 55 Prozent, in Parana auf 65 und in Rio Grande do Sul sogar auf 95 Prozent.

Derzeit sind in Brasilien neun GV-Maislinien mehrerer Unternehmen für den Anbau zugelassen. Die meisten produzieren ein Bt-Protein zur Abwehr von Schadinsekten.  Im Sojaanbau standen bisher ausschließlich GV-Sorten mit der von Monsanto entwickelten Roundup-Ready-Herbizidresistenz zur Verfügung. Vor kurzem wurde eine weitere GV-Sojabohne zugelassen. Sie wurde von der BASF entwickelt und ist resistent gegen den herbiziden Wirkstoff Imidazoline ist. (AW)
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